… und vermeiden: 6 Warnsignale
Phishing-Betrügereien sind ein immer häufigerer Aspekt des täglichen Lebens. Diese bösartigen Emails befinden sich wahrscheinlich gerade jetzt im Spam-Ordner Ihres E-Mail-Kontos und warten darauf, geöffnet zu werden.
Das Volumen der Phishing-Angriffe hat sich seit 2024 verdoppelt. Dies zeigt, wie groß die weltweiten Phishing-Aktivitäten sind und wie leicht eine Phishing-Attacke durchgeführt werden kann. Da diese Angriffe für Unternehmen immer häufiger werden, gibt es ein paar Anzeichen, auf die man achten sollte, um zu erkennen, ob eine Nachricht legitim ist oder ob es sich um einen Phishing-Betrug handelt.
1. Gefühl der Dringlichkeit
Betrüger versuchen, ein Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen, damit Sie schnell handeln – in der Regel mit etwas, das angeblich zeitkritisch ist. Durch die Androhung negativer Konsequenzen können Angreifer Ihre Reaktion beschleunigen und Sie daran hindern, Unstimmigkeiten in der E-Mail zu erkennen. Eine gute Faustregel ist, innezuhalten und nachzudenken, bevor Sie auf einen Link klicken! Wer Sie per E-Mail kontaktiert, benötigt selten so schnell eine Antwort.
2. Unerwartete Kommunikation
Ist eine E-Mail, die Sie erhalten haben, zu erwarten? Betrüger geben sich oft als jemand aus, den Sie kennen, z. B. als Chef oder Kollege. Aber was ist, wenn Sie normalerweise nicht per E-Mail mit dem Absender kommunizieren? Und selbst wenn Sie dies tun, warum sendet er diese Nachricht dann heute?
Überlegen Sie, warum eine E-Mail unerwartet in Ihrem Posteingang auftaucht, bevor Sie daraufklicken. Wenn die E-Mail anscheinend von jemandem stammt, den Sie kennen, wenden Sie sich zur Überprüfung auf einem anderen Weg an diese Person, z. B. persönlich oder per Telefonanruf.
3. Grammatikalische Fehler
In Spam-E-Mails finden Sie – durch KI leider nicht mehr so häufig – Rechtschreibfehler, insbesondere wenn diese aus einem anderen Land stammen, in dem Englisch die Zweitsprache ist. Achten Sie auf falsche Apostrophe oder falsche Formulierungen, da viele Unternehmen Rechtschreibprüfungstools verwenden, um Professionalität zu gewährleisten.
Ein oder zwei Fehler können menschlich sein, aber zu viele können auf etwas Schlimmeres als einen unbemerkten Rechtschreibfehler hinweisen.
4. Bösartige Links
Phisher verwenden häufig verkürzte Links und URL-Kodierung, um das wahre Ziel eines Links zu verbergen. Klicken Sie nicht auf einen Link, wenn Sie nicht sicher sind, wohin er Sie führt – verwenden Sie ein Link-Expansion- oder URL-Decodierungstool, um einen verdächtigen Link zu überprüfen.
Denken Sie daran, dass allein der Besuch einer bösartigen Website, selbst wenn Sie nicht aktiv auf einen Link klicken, um etwas herunterzuladen, ausreichen kann, um Malware auf Ihren Computer zu übertragen.
5. Fragen nach sensiblen Daten
Wenn Sie in einer E-Mail aufgefordert werden, sensible Informationen zu senden, insbesondere in Bezug auf persönliche oder finanzielle Daten, löschen Sie die E-Mail sofort. Hacker können gefälschte Anmeldeseiten erstellen, die den echten, originalen Seiten ähneln. Sie können auch E-Mails verwenden, um Zahlungen anzufordern.
Angreifer können diese Informationen nutzen, um Ihnen oder Ihrem Unternehmen weiteren Schaden zuzufügen, und legitime Quellen sollten über andere, sicherere Möglichkeiten verfügen, auf diese Daten zuzugreifen.
6. Verdächtige E-Mail Adressen
Überprüfen Sie die Adresse des Absenders, um sicherzustellen, dass die E-Mail tatsächlich von der Person stammt, die sie vorgibt zu sein. Anzeigenamen können manipuliert werden, daher sollten Sie unbedingt überprüfen, ob diese echt sind.
Zu den typischen Anzeichen dafür, dass eine E-Mail von einem Hacker stammen könnte, gehören bestimmte Buchstaben, die durch ähnlich aussehende Buchstaben (z.B. a für „a“) oder Zahlen ersetzt wurden (z. B. „0“ für „o“) sowie die Verwendung von Sonderzeichen.
KI hat Phishing Angriffe beschleunigt
KI hat die Arbeitsweise von Unternehmen grundlegend verändert, von der Verbraucherkommunikation bis hin zur Datenanalyse. Aber das sind nicht die einzigen Gruppen, die die fortschrittliche Technologie nutzen. Hacker und Schwarzmarkthändler setzen KI ein, um Phishing-Angriffe zu erstellen, die gezielter, überzeugender und schwieriger zu erkennen sind.
Cyberkriminelle nutzen KI jetzt, um hochgradig personalisierte Phishing-Nachrichten zu erstellen, indem sie riesige Mengen öffentlich zugänglicher Daten aus sozialen Medien, beruflichen Netzwerken und Online-Aktivitäten analysieren. Diese KI-generierten E-Mails und Nachrichten ahmen den Ton, den Stil und den Inhalt legitimer Mitteilungen nach und erhöhen so die Erfolgswahrscheinlichkeit.
Darüber hinaus können sich KI-gesteuerte Phishing-Kampagnen dynamisch an ihre Ziele anpassen. Algorithmen für maschinelles Lernen bewerten die Wirksamkeit der ersten Versuche und verfeinern die Strategien in Echtzeit, indem sie Inhalte oder das Timing anpassen, um Schwachstellen auszunutzen.
Darüber hinaus ermöglichen KI-gestützte Phishing-Kits es Angreifern, herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen wie Spam-Filter zu umgehen, indem sie ständig weiterentwickelte E-Mail-Formate erstellen und die Erkennung durch natürliche Sprachverarbeitung umgehen. Phishing-Angriffe sind nicht nur ausgefeilter, sondern auch leichter zugänglich. Mit KI kann selbst ein unerfahrener Hacker mühelos komplexe Phishing-Angriffe starten.
Diese Kombination aus Raffinesse, Zugänglichkeit und Skalierbarkeit hat Phishing auf eine neue Ebene der Wirksamkeit gehoben und stellt Einzelpersonen und Organisationen gleichermaßen vor große Herausforderungen.
Zusammenfassung
Wenn es darum geht, online sicher zu bleiben, sei es am Arbeitsplatz oder als einzelner Benutzer, ist es von entscheidender Bedeutung, Phishing-Betrug zu erkennen und zu vermeiden. Da die KI weiterhin rasant voranschreitet und selbst unerfahrenen Hackern ausgeklügelte Tools zur Verfügung stellt, und wir Jahr für Jahr eine Zunahme der Phishing-Angriffe verzeichnen, ist es wichtiger denn je, sich der Cybersicherheit bewusst zu sein.
Unternehmen und Einzelpersonen sollten zunächst tun, was sie können, indem sie ein Antivirenprogramm und eine Firewall installieren, einen Passwortmanager verwenden und vor allem die verräterischen Anzeichen einer Phishing-E-Mail kennen, damit sie diese mit Sicherheit alle vermeiden können.
Gemeinsam mit unserem Partner Phishing.io helfen wir Unternehmen dabei, Mitarbeitende gezielt zu sensibilisieren und praxisnah auf E-Mail-Angriffe vorzubereiten:
Während DEFENDERBOX verdächtige Aktivitäten automatisiert erkennt und Angriffe technisch abwehrt, sorgt Phishing.io mit realistischen Simulationen und Schulungen dafür, dass Teams lernen, verdächtige E-Mails frühzeitig zu erkennen – bevor Schaden entsteht.
So entsteht ein ganzheitlicher Schutz: Technologie trifft Bewusstsein.
Mit der DEFENDERBOX bieten wir Unternehmen einen proaktiven Ansatz für Cybersicherheit:
- kontinuierliches Scannen der gesamten Infrastruktur
- Aufdeckung von Sicherheitslücken, bevor Angreifer sie ausnutzen
- klare Handlungsempfehlungen für technische und organisatorische Maßnahmen
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Damit helfen wir Unternehmen, IT-Sicherheit vom reinen IT-Thema zum strategischen Erfolgsfaktor zu machen.
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